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Warum Veränderung so schwerfällt – und wie Sie trotzdem dranbleiben

  • matthiaswallisch
  • 29. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wir alle kennen das: Ein neuer Abschnitt beginnt – vielleicht der Jahreswechsel, ein neuer Job oder eine persönliche Entscheidung. Die Motivation ist groß, die Ziele sind klar.

Auch ich habe mir schon oft vorgenommen, etwas in meinem Alltag zu verändern. Einmal wollte ich regelmäßiger Sprt machen, um etwas gegen die überflüssigen Pfunde zu tun. Die ersten Tage liefen gut – doch schon nach kurzer Zeit holten mich alte Routinen ein.

Dieses Muster begegnet mir nicht nur bei mir selbst, sondern auch bei vielen Menschen, die ich in meiner Arbeit begleite:

Veränderung fällt uns schwer.

Aber warum ist das so?

Und vor allem: Wie können wir trotzdem dranbleiben, wenn uns etwas wirklich wichtig ist?

(Vgl. hierzu: Prof. Dr. Alexandra Freund, Motivation and healthy aging: A heuristic model. The Journals of Gerontology: Series B, 76(S2), S97–S104

oder Katy Milkman, How to change.)


Warum Veränderungen schwerfallen

Viele Menschen nehmen sich vor, ihr Leben zu verändern – mehr Sport, gesünder essen, weniger Stress. Doch nach kurzer Zeit ist die Motivation verschwunden und alte Gewohnheiten sind wieder da.

Psychologisch gesehen ist das völlig normal: Unser Gehirn liebt Routinen, denn sie geben Sicherheit und sparen Energie.

Veränderungen hingegen fordern Kraft und fühlen sich zunächst ungewohnt an.


Drei Gründe, warum unser Gehirn am Alten festhält

  1. Gewohnheiten sind tief verankert – Wiederholte Handlungen laufen automatisch ab und sind schwer zu durchbrechen.

  2. Das Belohnungssystem bremst – Kurzfristige Anreize (z. B. Entspannung auf der Couch) wirken oft stärker als langfristige Ziele.

  3. Angst vor Misserfolg – Wer zu viel erwartet, fühlt sich schnell frustriert, wenn es nicht sofort klappt.


Typische Stolperfallen auf dem Weg zur Veränderung

  • Ziele sind zu groß oder unrealistisch gesetzt.

  • Ein „Alles-oder-nichts-Denken“ führt dazu, kleine Rückschläge als komplettes Scheitern zu werten.

  • Fehlende Unterstützung im Alltag erschwert das Durchhalten.

Diese Mechanismen sind keine Schwäche, sondern ganz normale psychologische Muster. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.


Fünf Strategien, um Veränderungen erfolgreich umzusetzen

1. In kleinen Schritten beginnen

Veränderung gelingt nachhaltiger, wenn Sie realistisch starten. Statt „täglich eine Stunde Sport“ reicht zu Beginn ein 10-minütiger Spaziergang.


2. Neue Routinen verknüpfen

Koppeln Sie neue Gewohnheiten an bestehende Abläufe. Beispiel: „Nach dem Zähneputzen mache ich zwei Minuten Atemübung.“


3. Erfolge sichtbar machen

Notieren Sie kleine Fortschritte oder belohnen Sie sich bewusst. Das stärkt Motivation und Durchhaltevermögen.


4. Selbstfreundlich bleiben

Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist nicht Perfektion, sondern das Weitermachen. Fragen Sie sich: „Was kann ich daraus lernen?“


5. Unterstützung nutzen

Veränderung gelingt leichter, wenn Sie Begleitung haben – sei es durch Freund:innen, Kolleg:innen oder professionelles Coaching.


Fazit

Veränderung ist kein geradliniger Weg, sondern ein Prozess. Kleine Schritte, realistische Ziele und Selbstfreundlichkeit machen den Unterschied. Rückschläge sind normal – entscheidend ist, dass Sie dranbleiben.


👉 Wenn Sie merken, dass Sie Unterstützung brauchen, begleite ich Sie gerne im Coaching.

 
 
 

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